Die vielen kleinen Häuser des Armenviertels

 

Eigentlich wollte reisereporterin Christina so etwas nie machen: Eine Favela-Tour in Brasilien. Aus sicherer Entfernung arme Leute angucken sozusagen. Auf keinen Fall. Doch es geht auch anders, wie sie feststellen durfte. Ihr Erfahrungsbericht.

Ich mache eine Favela-Tour. Allerdings nicht, wie ihr jetzt denkt – sondern mit Guides aus dem Viertel. Mit „Favela Adventures“. Sie erzählen Historisches, persönliche Anekdoten und zeigen ihre Lieblingsplätze. Alles zu Fuß. So triffst du Menschen auf der Straße, kannst dir in einem Laden etwas zu trinken kaufen und einfach die Atmosphäre aufsaugen.

Denn die unzähligen Armensiedlungen gehören zu Rio wie der Zuckerhut und die Copacabana. Aber ihr schlechter Ruf eilt ihnen voraus. Ja, Gewalt und Drogen sind ein Teil von ihnen – aber eben nur ein Teil.

„Willkommen in meinem Zuhause“, begrüßt Tourguide Carlos unsere Gruppe. Und fügt direkt hinzu: „Ihr müsst euch hier überhaupt keine Sorgen machen. Wir garantieren für eure Sicherheit.“

Wir stehen an einer Straßenecke am Fuß der Favela. Wir, das sind sechs Leute aus unterschiedlichen Ländern: Deutschland, USA, Tunesien, Südbrasilien. Motorradtaxis knattern an uns vorbei und über uns befindet sich das Häusermeer von Rocinha – rund 300.000 Menschen leben hier. Weiter auf reisereporter.de

Guide Carlos möchte sich mit den Touren ein Studium finanzieren. Englisch spricht er schon perfekt. Foto: Christina Weise

 

Titelbild:
Die Rocinha ist das größte Armenviertel Brasiliens und wahrscheinlich Südamerikas. Foto: Christina Weise